Bücher aus dem Feenbrunnen

Werbung | Rezensionsexemplar

Darum geht’s

Leina lebt in Selencia, einem Land, das seit Jahrhunderten vom Königreich Faraengard unterdrückt wird. Die Menschen haben gelernt, sich anzupassen, zu schweigen und irgendwie zu überleben.

Doch als Leinas Familie bedroht wird, bricht etwas in ihr hervor, das sie selbst nicht versteht. Eine Macht, die ihr Leben von einem Moment auf den anderen verändert.

Auf ihrer Flucht trifft sie auf Ryot, einen Altor-Krieger und Himmelswächter, der schnell erkennt, dass Leina alles andere als gewöhnlich ist. Er bringt sie nach Faraengard zur Synode – und plötzlich befindet sie sich mitten in einer Welt aus Göttern, Magie, Krieg, Dämonen und einer Macht, die größer ist, als sie je für möglich gehalten hätte.

Mein Einstieg in die Geschichte

Der Einstieg hat mich schnell neugierig gemacht, weil man direkt merkt, wie stark Leinas Leben von Unterdrückung, Angst und Verlust geprägt ist.

Besonders gut fand ich, dass ihre Welt nicht erst lange erklärt wird, sondern man Stück für Stück versteht, wie brutal die Verhältnisse in Selencia wirklich sind.

Dadurch bekommt Leinas Entwicklung später noch einmal viel mehr Gewicht.

Leina – eine Heldin mit Entwicklung

Leina hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen.

Sie startet nicht als unerschütterliche Kämpferin, sondern als junge Frau, die gelernt hat, sich klein zu machen und ihre Familie zu schützen.

Genau deshalb mochte ich ihre Entwicklung so sehr.

Sie zweifelt, sie hat Angst, sie macht Fehler – und trotzdem wächst sie mit jeder Herausforderung mehr über sich hinaus.

Ihre Gabe und die Verbindung zum Schleier machen sie zusätzlich spannend, weil man mit ihr gemeinsam herausfindet, was wirklich in ihr steckt.

Ryot und die Dynamik zwischen den beiden

Ryot ist definitiv einer dieser Charaktere, die sofort Präsenz haben.

Selbstbewusst, provokant, stark und nicht gerade zimperlich – aber gleichzeitig steckt deutlich mehr hinter seiner Fassade.

Die Dynamik zwischen Leina und Ryot hat für mich richtig gut funktioniert.

Die Wortgefechte, die Reibung, das gegenseitige Austesten und die langsam stärker werdende Nähe sorgen dafür, dass die Romance nicht einfach nur nebenherläuft, sondern sich glaubwürdig entwickelt.

Gerade dieses Zusammenspiel aus Spannung, Vertrauen und emotionaler Annäherung war für mich eines der Highlights.

Das Worldbuilding

Was mich besonders überzeugt hat, ist die Welt rund um Aesgroth.

Es gibt verschiedene Reiche, Götter, die Altor, die dämonischen Kher’zenn, die Synode und den Schleier – und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass einfach nur möglichst viele Begriffe in die Geschichte geworfen werden.

Karte und Glossar helfen zusätzlich dabei, sich zurechtzufinden.

Ich mag High Fantasy besonders dann, wenn eine Welt das Gefühl vermittelt, auch außerhalb der eigentlichen Handlung zu existieren.

Und genau das war hier für mich der Fall.

Götter, Krieg und Macht

Die Geschichte funktioniert für mich nicht nur über die Romance.

Die politischen Konflikte, die Unterdrückung von Selencia und der Krieg gegen die Kher’zenn geben der Handlung deutlich mehr Tiefe.

Dazu kommt die Frage, welche Rolle die Götter wirklich spielen und wie viel Einfluss sie auf das Schicksal der Menschen nehmen.
Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto stärker wird außerdem klar, dass Leinas Gabe viel größer und gefährlicher ist, als sie selbst zunächst glaubt.
Das hat die Spannung für mich konstant hochgehalten.


Neben Magie und Kämpfen gibt es auch einige emotional schwere Momente.
Familie, Verlust, Loyalität und die Frage, wem man überhaupt vertrauen kann, spielen immer wieder eine große Rolle.
Gerade diese Mischung hat mir gefallen, weil das Buch dadurch nicht nur actionreich, sondern auch emotional wirkt.

Schreibstil und Gestaltung

Caty Rogans Schreibstil liest sich flüssig und bildhaft.

Ich konnte mir viele Szenen sehr gut vorstellen und mochte besonders, dass das Worldbuilding trotz seiner Komplexität verständlich bleibt.

Auch die Ausstattung des Buches ist wunderschön.

Die Karte, das Glossar, die Illustrationen und der gestaltete Vorsatz passen perfekt zur Geschichte und machen das Buch zusätzlich zu einem echten Hingucker.

Mein Fazit

Kissed by the Gods – Die ewigen Kriege ist für mich ein richtig starker Romantasy-Auftakt.

Die Mischung aus High Fantasy, Göttern, Magie, Krieg, politischer Unterdrückung, einer starken Heldin und einer intensiven Romance hat für mich richtig gut funktioniert.

Leinas Entwicklung ist glaubwürdig, Ryot bringt genau die richtige Portion Spannung mit und das Worldbuilding hat genug Tiefe, um neugierig auf mehr zu machen.

Für mich eine Geschichte, die emotional, spannend und atmosphärisch gleichzeitig funktioniert.

Bewertung

⭐⭐⭐⭐⭐
5 von 5 Sternen


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