Preis: 8,99 € (Ebook), 9,99 € (Taschenbuch)
Seitenzahl: 416 Seiten
Genre: UrbanFantasy
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Juli 2018)
ISBN: 978-3734161650

Klappentext:

Willkommen in London! Wenn Sie diese großartige Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Hier verkauft der Besitzer Alex Verus keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam. Diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Alex zum Beispiel ist kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben. Also halten Sie sich bedeckt, sehen Sie für die nächsten Wochen von einem Besuch im Britischen Museum ab und vergessen Sie niemals: Einhörner sind nicht nett!
(Auszug von Blanvalet)

Cover:

© by blanvalet (Das Labyrinth von London von Benedict Jacka)


Das Cover wurde im Stil einer alten Illustration gehalten und versprüht den Charme alter Jahrmärkte, in denen man schrullige Wahrsager und abzockerische, aber kurzweilige, Glücksspiele erleben kann. Die Hand suggeriert ein wenig Magisches und Magie kommt in diesem Roman nicht zu kurz.
Ich mag das Flair des Covers und der TB-Einband ist auf einem angenehm rauen Papier gedruckt. Ich finde, es hinkt dem Flair der Story etwas hinterher, ist aber dennoch passend und schön anzuschauen. Innen finden wir eine Karte von London, ähnlich eines Touristenführers, was auch der Klappentext stilistisch wieder auffasst.

 

 

Die (Haupt-)Charaktere:


Alex Verus
– seines Zeichens Magier … oder auch nicht, wenn man es ganz genau nimmt. Alex ist Wahrsager und kann somit in die Zukunft schauen. Man möchte meinen, dass er dadurch sein Leben voll im Griff hat und ihn nichts wirklich schrecken kann, doch weit gefehlt: Seine Vergangenheit sorgt dafür, dass der Rat der Weißmagier nicht besonders gut auf ihn zu sprechen ist – die Schwarzmagier im übrigen auch nicht, aber die sind allgemein unangenehme Zeitgenossen. Alex ist überraschend empfindsam und feinfühlig anderen Wesen gegenüber. Seine Verletzlichkeit und die nicht-so-alles-rettende Zukunftsschau machen ihn äußerst sympathisch.

Luna – eine ruhige Frau, die versucht den Menschen aus den Weg zu gehen. Nicht, weil sie Angst vor ihnen hat, sondern weil die Menschen guten Grund haben, Angst vor ihr zu haben! Lunas Familie ist seit Generationen verflucht. Sie selbst ist ein Glückskind, doch der Preis dafür ist, dass alle Menschen um sie herum großes Unglück ereilt. Dadurch vermeidet sie jegliche Freundschaften und Nähe. Sie ist dadurch weitaus zerbrechlicher als man zuerst vermutet und trotz ihrer geringeren Präsenz im ersten Handlungsverlauf eine interessante Persönlichkeit.

 

 

Die Geschichte:


Im heutigen London tummelt sich diverses magisches Volk, darunter auch Magier der hellen und der dunklen Seite. Ein wackeliger Frieden sorgt seit einer Weile für etwas Normalität. Alex Verus, seines Zeichens Wahrsager, hat einen kleinen Magieladen und verbringt seine Zeit mit der Erforschung dieser. Die Hellseherei ist so eine Sache: Zwar kann ihn nichts wirklich überraschen, doch manchmal gibt das Leben nicht so viele Möglichkeiten her, sich um sein Schicksal zu drücken.
Durch seine Bekannte Luna, gerät ein Artefakt in seine Hände, aus dem er nicht so wirklich schlau wird. Zusätzlich versucht der Rat der Magier, der normalerweise einen großen Bogen um Alex macht, ihn unter der Hand anzuheuern – denn alle anderen Hellseher haben sich seltsamerweise aus dem Staub gemacht. Plötzlich steht er im Kreuzfeuer zwischen Schwarz- und Weißmagiern, obwohl er selbst außer der Wahrsagerei nur rudimentäre Magie beherrschen kann.
Glücklicherweise pflegt er die eine oder andere … seltsame Freundschaft. Da wäre z.B. ein Luftelementar, das nach fünf Sekunden schon wieder vergessen hat, warum es denn eigentlich da ist, oder eine riesige, kurzsichtige Spinne, mit einem ausgeprägten Modefaible.
Schließlich muss Alex sich entscheiden: Will er ein sicheres, jedoch leeres, Leben, oder endlich einen Sinn für sich entdecken… und damit alles aufs Spiel setzen. Doch als die Mächtigsten der Magier-Zunft ihn geschickt für ihren Zwecke einspannen und seine Vergangenheit ihn einzuholen beginnt, werden die Zukunftsaussichten alles andere als klar und vorhersehbar.

 

 

 

Meine Meinung:

Ich bin sehr überrascht! Zuerst fand ich es schade, dass ich keine schrullige Jahrmarktszenerie voll grotesker Magie vorgefunden habe – denn das hat Cover und Klappentext suggeriert. Außerdem war ich außerordentlich skeptisch über die Wahrsagertatsache – erwartete mich ein perfekter Held, der halt eh alles schon weiß?

Der Schreibstil hat mich umgehauen! Der Autor schreibt in Ich-Perspektive, schafft es aber durch den Kunstgriff der Hellsichtigkeit des Protagonisten, Sichtweisen, die eigentlich Er-Perspektiven vorbehalten sind, einzubauen. Dadurch taucht man tief in das Geschehen ein und die magischen Gefechte (welche trotz ihrer Häufigkeit unterschiedlich, mitreißend & lebhaft sind) sowie der tiefsinnige, verletzliche Hauptcharakter reißen mich unweigerlich mit.

Das Setting bleibt einige Zeit eine nebelartige Grauzone, aber gerade das finde ich spannend: Ich versuche es selbst zu enträtseln und sauge jedes noch so kleine Häppchen auf. Die Enthüllungen sind sonderbar-logisch, super interessant!
Manchen ungeduldigeren Lesern könnte das Hintergrundsetting jedoch eventuell nicht schnell genug aufgeklärt sein.

 

Das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

 

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2 Kommentare

  1. karin

    26. Juli 2018 at 12:22

    Hallo Susanne ,

    hm, der Roman schaut extrem klein aus…oder kommt einem das nur so vor?
    Ich meine damit die größe des Buches…

    Sonst interessantes Cover und auch der Preis des Romanes fällt genau in mein Beutechema..grins…
    Danke für diese Vorstellung dazu.

    LG..Karin…

    Antworten
    • Solara

      27. Juli 2018 at 15:56

      Hallöchen Karin,

      Enrico meinte: normale romangröße – meine Finger sind eben lang xD.

      Liebe Grüßle Susanne

      Antworten

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