Bücher aus dem Feenbrunnen

Preis: 18,99€ [D, GB] & 12,99€ [D, E-Book] & 15,95€ [Auidio-CD]
Seitenanzahl: 352
Meine Wertung: 5/5
 
 
 
Verlag: Oetinger
 
Vom Hersteller empfohlenes Alter:  14 – 17 Jahre

erschienen am: September 2017
ISBN: 978-3789108440

Kurzbeschreibung

Im River Kingdom lebt die 16- Jährige Kai, seit sie denken kann.
Sie ist
einer der mutigen und Kampferprobten Onna-Bugeisha, die das Leben von
Prinzessin Noriko beschützen sollen.
Allerdings bei einem Empfang, bricht die Prinzessin schwer getroffen zusammen
und Kai kann den Attentäter aus dem Volk rechtzeitig zur Strecke bringen und
schlimmeres noch verhindern.
Da die Prinzessin aber verwundet ist und die der nächste Kaiser gewählt werden
soll, muss sie sich auf eine beschwerliche Reise  ins Mountain Kingdom
begeben. Da haben die Berater der Kaiserlichen Familie eine Idee, und zwar Kai
ins Mountain Kingdom zu schicken, als Prinzessin Noriko, da die Ähnlichkeit
beider Verblüffend ist.

Gesagt getan, und Kai muss sich ihrer bisher größten Prüfung stellen und
zwar von einer Kriegerin zur Prinzessin zu werden.

Cover

Das Cover gefällt mir sehr gut mit der jungen Frau unten links und den
riesigen Drachenschuppen auf dem Cover selbst. Ich liebe Drachen und das Auge ist
nicht nur menschlich, sondern es steckt so viel mehr dahinter, was ich euch
aber jetzt nicht verraten werde.

Schreibstil

Die Autorin Kristin Briana Otts hat hier eine interessante und Facettenreiche Fantasy Geschichte verfasst, die
uns mitten in vier unterschiedliche Königreiche und ihre Kulturen mitnimmt.
Dabei lernen wir nicht nur die Nachfolger der Herrscher kennen, die sich alle
im Mountain Kingdom einfinden, sondern auch ihre Pläne, Wünsche und auch Hinterhältigen
Pläne.
Sehr toll umgesetzt sei es vom Setting der Welt, bis hin zu den Aufgaben
der Aristokratie oder dem Volk, das leidet, oder noch schlimmer hungert.

Dabei gefällt mir das noch sehr viele Fragen offen sind, aber leider, das ich
noch nicht weiß wann es weitergeht, denn ich bin da noch nie so geduldig
gewesen. Aber ich kenn mich und weiß dass ich den zweiten lesen möchte, da ich
es sehr interessant finde, wie sich die Hauptprotagonistin Kai während ihrer Reise
verändert und mehr zu sich selbst findet.
Und ich muss gestehen dass ich mit
manchen Charaktereigenschaften der Protas richtig lag oder mich auch geirrt
habe, was ich liebe, da es für mich überraschende Wendungen sind.
Deshalb freu ich mich schon auf mehr. ??

Aus dem Englischen von Tanja Ohlsen

Meinung

Wenn der „Shadow Dragon“ Dich erwählt … ?

Dann sind wir mitten im Mountain Kingdom bei der 16- Jährigen Kai, die gerade
als Prinzessin Noriko vor den zukünftigen Kaiser tritt.

Wieso Kai als Prinzessin Noriko hier ist, fragt ihr euch???

Nun da fangen wir mal von vorne an. Denn ich war selbst erstaunt wie das
gehen sollte. Aber zum einen sieht Kai der Prinzessin aus dem River Kingdom sehr
ähnlich und zum zweiten, waren die Königlichen Hoheiten immer sehr gut
geschminkt, sodass man wirklich keinen Unterschied bemerken konnte.

Auf der
einen Seite Super, da sich die echte Prinzessin daheim noch auskurieren konnte,
von einem Anschlag auf ihr Leben, zum einen schlecht für Kai, die als Onna-
Bugeisha ihrer Prinzessin geschworen hat schon seit sie 6 Jahre alt war zu
dienen und alles für sie zu tun. Denn genau das tritt jetzt anders ein als
gedacht.

Dabei muss Kai nicht nur lernen sich wie eine Prinzessin zu benehmen, sondern
das es auch Prinzessinnen sehr schwer haben, mit der Etikette und den Intrigen
am Hof wie Kai schon sehr bald feststellen muss.
Denn da sind nicht nur Attentate die verübt werden, sondern auch noch die Frage,
„Wer dahinter steckt.“

Kai lernt dabei den Prinzen Enlai kennen der ihr nicht nur den Hof macht,
sondern ihr auch hilft, was angesichts der Feindseligkeit der anderen Königshäuser
für Kai einfach wunderbar ist und zum einen lernt Kai, wenn sie sich aus ihrem
Gemach als Prinzessin schleichen kann und heimlich trainiert, den Drachenhüter
Jao kennen, der ihren richtigen Namen kennt und in ihr tiefe Gefühle hervorruft.

Jao stellt ihr auch den „Shadow Dragon“ und Hüter des Mountain Kindom
vor.
Dabei stellt sie überrascht fest, dass sie ihn verstehen kann und das er
ihr eine Frage stellt, die schon sehr bald für Kai eine ziemlich wichtige Bedeutung
bekommt.

Fazit 

Absolut empfehlenswerter Auftakt der Lust auf mehr macht!!! ???
Für mich ein absolut gelungener Auftakt in einer Welt, in der viele Schichten
nicht verdecken können was Du im Herzen bist.

5 von 5 Sternen 

 

Preis: 16,99€ [D, GB] & 12,99€ [D, E-Book] & 12,99€ [Auidio-CD]
Seitenanzahl: 288
Meine Wertung: 5/5
 
 
 
Verlag: Oetinger
 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre 

erschienen am: September 2017
ISBN: 978-3789104237

Kurzbeschreibung

Was könnte die perfekte Planung für den Sommerurlaub sein???

Nun vielleicht Strand, Sonne und Meer. Allerdings bei Henry Smart unserem
12- Jährigen Schüler aus San Francisco, stehen Ferien in Bayreuth an mit seinem
Vater, denn seine verstorbene Mutter kam aus Deutschland und wollte das er
irgendwann ihre Heimat sieht.

Gesagt getan und auch wenn Henry nicht gerade begeistert ist, versucht er
das Beste daraus zu machen. Was bei der zickigen Hilda auch in seinem Alter und
den Pensionscheffinnen nicht so einfach ist. Vor allem wenn seltsame Vorkommnisse
passieren und ihm niemand glauben will, das er von Riesen bei einer
Pizzabestellung überfallen wird, nur ohne Pizza und das die Typen auch noch
eine seltsame Sprache reden.
Dabei weiß Henry noch gar nicht das ausgerechnet ein Götterchef und seine
Getreuen dahinter stecken, denn die Welt steckt in einem Schlamassel, wo nur
noch Helden helfen können und ausgerechnet Henry wird dazu rekrutiert einer
dieser Helden zu sein.

Ein Aufregendes Abenteuer erwartet ihn … 


Cover

Das Cover ist mir als erstes aufgefallen mit dem Jungen der von oben fällt
und unten ein Kerl sitzt, der irgendwie mysteriös wirkt mit seinem einem Auge
und dem Raben auf der Schulter und dahinter steht ein junges Mädchen und
links eine mysteriöse Gestalt. Toll umgesetzt und für mich passend zum Titel und
ein Eyecatcher. ??
Einbandillustration von John Kelly

Schreibstil

Die Autorin Frauke
Scheunemann
hat einen wunderbar flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil, der mich mehr als
einmal schmunzeln ließ, sei es jetzt über die Protagonisten deren sie Leben eingehaucht
hat und mit denen man mitfiebert oder leidet und auch die Idee mit der Jagd und
den Gegenspielern sind einfach zu gut.?Ich liebe diese Geschichte und werde sie nochmal lesen und ich freu mich auf
den zweiten Band der ja in Paris spielen wird.
Einfach wunderbar gelungen.???

Meinung 

Wenn ein neuer Agent rekrutiert wird … ?

Dann sind wir nicht bei irgendeiner Geheim Organisation wie wir sie kennen,
sondern bei den Göttern und ihren Helfern.
Wie das kommt und das in unserem modernen
Zeitalter fragt ihr euch???

Nun alles fing vor Jahren mit dem berühmten Nibelungenschatz an und dann …

Stop, bevor ich euch jetzt mehr erzähle von den Nibelungen und dem Schatz
und das ein gewisser Zwergen König Alberich mit diesem Schatz die Weltherrschaft
erlangen will, fange ich lieber bei einem kleinen zwölfjährigen Jungen Namens Henry
Smart
an und ich hoffe, das klein hat Henry nicht gerade gehört.

Nun ich muss
sagen, Henry ist ein Durchschnittlicher Schüler und gerade in seinen Sommerferien
mit seinem Dad in Bayreuth um die Kultur seiner verstorbenen Mutter kennenzulernen.
Warum gerade in Bayreuth fragt ihr euch, nun weil da sein Vater gerade einen
Auftrag hat als Maskenbildner an der Bühne und seinen Eltern von jeher Fans
waren von der Mythologie der Germanen.

Allerdings war Henry bis zu einem wirklich überfallartigen Zwischenfall Ahnungslos
was ihn hier alles erwartet. denn bei einer Pizzabestellung wird er einfach überfallen
und Hilda, die Enkelin der Pensions Chefinnen hilft ihm.
Hilda ist in Henrys Alter und manches Mal eine Zicke und dann wieder nett.
Allerdings wechselt das immer schnell bei ihr und die Stimmung kann schneller
umschlagen als ein Blitz. ?

Da sie Henry einreden will, das es gar nicht schlimm war und bestimmt nur
ein Missverständnis versucht Henry diese Pizzeria in der Stadt aufzusuchen um
herauszufinden was dann mit seiner Bestellung passiert ist und genau da fängt
unsere Geschichte erst richtig an. Denn Der Chef der Pizzeria ist Wotan der Göttervater
und Hilda die alles vertuschen wollte ist kein Mädchen in Henrys Alter, sondern
die Tochter Wotans und in echt Brunhilde.

Ein echter Kracher im Urlaub denkt
sich Henry und will das Geheimnis für sich bewahren, was er allerdings so oder
so machen wird, denn ab jetzt wird er einfach Rekrutiert zum Agenten Wotans und
zum Wohle der Menschheit. Denn der Göttervater und seine Leute brauchen Hilfe
das Nibelungengold zu finden das in alle Richtungen verteilt ist, denn mit ihm
kann man die Welt beherrschen was ein gewisser Zwergen König Alberich
vorhat.

Nun heißt es sich in Acht zu nehmen den Alberich hat auch seine Agenten und
setzt alles dran, schneller als Henry und seine Freunde zu sein.
Das Henry
dadurch sogar zurück durch die Zeit muss und ihn berühmte Gestalten aus der Geschichte
erwarten ist sogar für Henry eine Überraschung. ?
  

Fazit 

Absolut gelungene Geschichte mit diesem ersten Band, der einfach nur
Klasse ist und super umgesetzt wurde!!! ???
Ein Abenteuer das man nur als Zeitenübergreifend beschreiben kann, erwartet
Henry und seine Freunde.

Die Reihe
– Henry Smart. Im Auftrag des
Götterchefs: Band 1
– Henry Smart. Einmal Agent-
Immer Agent: Band 2 (Noch nicht erschienen) 




5 von 5 Sternen

Preis: 14,95€ [D, GB] & 12,99€ [D, E-Book]
Seitenanzahl: 352
Meine Wertung: 4/5
 
 
 
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 13 Jahre 

erschienen am: März 2017
ISBN: 978-3423761673

Kurzbeschreibung

Die berühmte „Fairmount Academy“ in Aldemar ist nicht nur die angesehenste
Schule im Umkreis, sondern auch gleichzeitig die „Animas Academy“, in deren
heiligen Hallen die Ausbildung, all jener stattfindet die ihr Seelentier bei
sich haben.
Allerdings hat Ben der 12- Jährige Schüler aus den Tieflanden leider noch
gar kein Anima und ist deshalb ein Außenseiter auch in seiner jetzigen Schule.
Denn man bekommt sein Animas im Alter zwischen 9 – 11 Jahren und das mit 11
Jahren war dabei schon die Älteste Schätzung.

Ben weiß das und fühlt sich deshalb auch sichtlich unwohl, nachdem er die
Einladung bekommt ausgerechnet auf die berühmte Animas Academy zu gehen. Denn er
stellt sich die Frage, weshalb sie ausgerechnet ihn wollen, denn nicht jeder
wird dort aufgenommen. Der einzige aus seinem Dorf der wie Ben dabei ist, ist
Hal, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht.

Denn kaum angekommen, passieren
merkwürdige Vorfälle und das gesamte Reich ist in allergrößter Gefahr, denn das
Böse schläft nicht.

Cover

Das Cover ist absolut passend zum Inhalt und gefällt mir sehr gut mit dem
Fuchs im Vordergrund mitten in den Tiefen des Waldes und den Augen der Tiere
die den Jungen zu verfolgen scheinen. Sehr passend zum Inhalt und für mich gut ungesetzt.

Schreibstil

Die Autorin C.R.
Grey
hat einen interessanten Schreibstil, der einen mitnimmt in die Welt der
Menschen und ihren Animas. Denn hier geht es nicht nur um diese besondere Beziehung,
sondern auch um das Gleichgewicht. Denn auch hier spielt Gut gegen Böse, und
das Böse schläft nie oder gibt nie auf.

Interessanter Einstieg schon am Anfang , wo man ein paar Jahre vorher auf
ein Mädchen aufmerksam wird im Prolog, das die Tochter des damaligen Regenten
war und eine große Rolle spielen wird mit ihrer weiteren Entwicklung. Aber auch
Ben und seine Freunde und Verbündete sind gut ausgearbeitet und machen
Neugierig, auch wenn mir leider immer noch etwas die Tiefe bei den Protas
fehlt. Man liest es, aber ich kann leider kein Kopf Kino ablaufen sehen und die
Geschichte bleibt etwas blass, wobei das nur meinem persönlichen Geschmack
entspricht.

Meinung

Wenn Dein Anima auf Dich wartet … ?

Dann sind wir mitten in den Tieflanden wo sich der 12- Jährige Ben Walker
gerade von seinen Adoptiveltern verabschiedet um sich nach Aldemar aufzumachen,
wo ihn die „Faimount Academy“erwartet.
Denn dort aufgenommen zu werden ist
eine besondere Ehre, die nur wenigen zuteil wird und Ben und Hal Quindley aus
seiner alten Schule sind zwei davon, die aus derselben Gegend stammen.

Gemeinsam begeben sie sich mit der Rigimotiv auf die Reise an den Dunklen
Wäldern vorbei in ein Abenteuer, das sie nicht nur zusammenschweißen wird,
sondern ihnen auch zeigt, das in Aldemar einiges im verborgenen schlummert.
Denn ausgerechnet während der Fahrt, entdeckt Ben im Wald etwas großes weißes
das ihnen zu folgen scheint, nur warum und zu welchen Zweck.

Aber der anstrengendste
Teil liegt erst noch vor ihnen denn die „Animas Academy“ und Aldemar erreicht man
nur, wenn die Rigimotive eingehängt wird und einen absolut gruseligen steilen
Abhang hinaufkommt. Dass da nicht nur die Animas, sondern auch die Menschen
Angst haben kann ich verstehen. Wobei ich den Weg echt gruselig finde und die
ganze Zeit den Gedanken abzustürzen so gar nicht mag. Aber die Schüler der Academy machen das jedes
Jahr aufs Neue mit. ?

Oben angekommen erhofft sich Ben Antworten von einem gewissen Lehrer und Meister
der Anima Ausbildung, Tremelo Loren, der allerdings ziemlich Irre daher kommt
und seine eigenen sehr unkonventionellen Unterrichtsmethoden hat.
Seltsam dabei ist nur das jeder mit Ben sehr behutsam umgeht von den Lehren.
Außer den Schülern, wie Hals Bruder Taylor, der eine echte Nervensäge sein kann.

Aber Ben hat ja zum Glück eine andere Stufe und sieht Taylor nur ab und an.
Dann treffen Hal und Ben auch noch auf Victoria Colubridgede deren Seelentier
eine Schlange ist und sie selbst nicht viel von Regeln hält und auf Sophie Castling, die 
einen Falken als Anima hat.
Sehr interessante Tiere und nicht gerade geläufig für ein Seelentier.

Was sie alle gemeinsam haben ist die Frage, was passiert in Aldemar und wer
bedroht die Beziehung zwischen Mensch und Anima. Denn eine Macht die lange im
Dunklen agierte, lechzt danach Rache zu nehmen.

Fazit 

Eine interessante Story mit tollen Protagonisten und einer Welt die einen
mitnimmt auf eine geheimnisvolle Reise!!!

Die Reihe!
– Animas Academy – Die
verschollene Prophezeiung
– Animas Academy – Der
heimliche König von Aldemar Band 2

4 von 5 Sternen

Preis: 12,00€ [Paperback]
Seitenanzahl: 384
Meine Wertung: 5/5
Verlag: Goldmann
erschienen am: September 2009
ISBN: 978-3442469963

Kurzbeschreibung

Wer seine Seele verkauft, sollte nicht mit dem Teufel
spielen!

Der Weg in die Hölle ist nicht der angenehmste. Doch Johannes Cabal bleibt
nichts anderes übrig, als ihn trotzdem anzutreten, wenn er seine Seele
wiederhaben will. Er hatte sich an den Teufel verkauft, um Totenbeschwörer zu
werden. Doch ohne Seele lebt es sich nur halb so gut, und daher steht Johannes
wieder einmal in den heißen Hallen. Satan gibt allerdings nur ungern her, was
er einmal besessen hat. Erst wenn Johannes 100 Seelen innerhalb eines Jahres
rekrutieren kann, bekommt er seine eigene wieder… ein fairer Deal, oder?

Ein Jahr, 100 Seelen und ein Jahrmarkt der besonderen Art: ein Seelenfänger
packt aus.

Der Beginn einer fantastisch witzigen Trilogie mit einem wahrhaft düsteren
Helden.  
(Auszug vom Goldmann Verlag) 

Cover

Das Cover hat starken
stilistischen Einfluss von Tim Burton – düstere Farben, längliche Proportionen
und Spiralen. Es passt perfekt zu dem Szenario eines Totenbeschwörers und zeigt
einen gewissen grotesk-witzigen Charme, der sich auch in den Worten des Romans
finden lässt. Damit wurde nicht nur der Protagonist und das Setting gut
widergegeben, sondern auch der Schreibstil des Autors – sehr gelungen!



Schreibstil


Howards Art zu schreiben ist, als würde man einer Erzählung
eines zynischen alten Mannes lauschen, der sich jedoch bewahrt hat, über die
Seltsamkeiten des Lebens lachen zu können. Gespickt mit tiefschwarzen Humor und
trockenem Sarkasmus lernt man absolut abstruse Menschen, Dämonen und andere
Kreaturen kennen. Seine Wortwahl würde man keinesfalls als „schön“ bezeichnen,
das wäre auch komplett fehl am Platze. Bissige Dialoge wechseln sich mit
abschätzigen Erklärungen des Settings, wodurch man schnell Sympathie zur
dunklen Seite der Existenz aufbaut. An sich ist sogar der bösartigste Dämon
irgendwie knuffig – während er gleichzeitig totgefährlich ist. Es macht einfach
Spaß!

Meinung

Man wird sofort in das Geschehen katapultiert – man findet
sich inmitten einer Dämonenbeschwörung. Zuerst glaubt man an einen ehrwürdigen
Mystizismus, merkt aber schon nach wenigen Sätzen, dass der Tötenbeschwörer
Cabal wenig dafür übrig hat, denn er ist eher praktisch veranlagt.
Warum er einen Dämonen beschwört?
Um den Teufel zu besuchen – gleich eine Seite weiter, es
wird keine Zeit verloren. Die Hölle ist aber etwas anders gestrickt als man ahnt…
oder vielleicht doch nicht? Auch Quälereien sollten auf dem neusten Stand sein
– und glaubt mir, ihr ALLE versteht auf den ersten Seiten genau, warum die
Hölle genau diese Qual als Einstieg gewählt hat. 😉
Ihr merkt also schnell: dieser Roman ist alles andere als
typisch. Für manche ist der Einstieg vielleicht zu abrupt, aber ich mag es,
wenn man Geheimnisse erst nach und nach aufdeckt.
Mit der tatkräftigen Unterstützung seines untoten Bruders,
zieht Cabal los, um die Forderungen des Teufels mit Hilfe eines alten,
eingemotteten Jahrmarktes zu erfüllen – stilecht sozusagen. Das sollte
eigentlich einfach sein, denn die Menschen haben immer wieder Wünsche, für die
sie gerne ihre Seele hergeben (Geld, Macht, Schönheit… das Übliche eben) –
aber die Zeit arbeitet gegen Cabal.
Dadurch kommt es auch zu moralischen Problemen und das eine
oder andere Opfer tritt dem Leser näher, als man es ahnt. Die Zerrissenheit der
Menschen kommt immer mehr zum Vorschein und man fragt sich auch selbst, was
noch vertretbar ist, wenn man seine eigene Seele retten möchte – und ob das
überhaupt möglich ist.
Auch die dämonischen Unterstützer des Jahrmarktes haben ihre
eigene kleine Geschichte und bleiben keineswegs völlig farblos. Obwohl sie alle
ein falsches Spiel spielen, wirken sie sympatisch – ganz wie echte,
menschenverführende Dämonen eben. 😉
Der Hauptcharakter bleibt in seiner Emotionswelt jedoch
stark verschlossen. Das gibt einem Nekromanten die notwendige Glaubwürdigkeit
(vor allem in seinen brachialen Lösungsansätzen), ist aber vermutlich nicht
jedermanns Sache, denn so verschiebt sich der emotionale Blickpunkt auf dessen
Opfer und Mitstreiter. Das macht aber auch sehr neugierig auf die Folgebände,
denn es stellt sich auch die Frage: WARUM wollte Cabal Nekromant werden, denn
Macht interessiert ihn herzlich wenig.
Ich liebe dieses Buch! Düstere Helden sind heutzutage nichts
Neues mehr, aber dieser Roman legt noch eine Schippe drauf. Cabal ist nicht
eigentlich „gut“ und nur verkannt, sondern kalt und skrupellos. Die guten
Seelen stehen auf verlorenem Posten und womöglich schon bald vor dem Teufel
selbst. Trotzdem konnte ich das Buch kaum weglegen – was mir die Frage
aufwirft, ob ich nicht auch ein klein wenig irre und böse bin. 😉

Fazit

Ein Roman mit tiefschwarzem
Humor, Witz und Spannung! Eine klare Leseempfehlung und Auftakt einer
spannenden Reihe aus einer ungewöhnlichen Perspektive.
 
  

5 von 5 Sternen


(Rezension verfasst von Enrico Frehse) 

Elantris

by , on
Sep. 19, 2017
in
Preis: 12,99€ [D, E-Book]
Seitenanzahl: 912
Meine Wertung: 4/5
Verlag: Heyne
(2007), Piper (Vö.2018)
erschienen am: September 2007
ISBN: 978-3453521674

Kurzbeschreibung

Außergewöhnlich, bizarr und faszinierend, dazu wunderschön
geschrieben – sofort nach Erscheinen des Debüt-Romans des jungen Amerikaners
Brandon Sanderson überschlugen sich Presse, Buchhandel und Leser gleichermaßen
mit Lob.

Betreten Sie Elantris, eine Stadt voll alter Magie, verfallen, ein
Zwischenreich. Beherrscht von einem geheimnisvollen Gott. Bewohnt von Menschen,
die dazu verdammt sind, in den Trümmern dieser Stadt ewig zu leben. Bis sich
das Schicksal von Elantris erfüllt.

Und der Tag naht …
(Auszug vom Heyne Verlag)

Cover

Das Cover deutet schattenartig eine Stadt an und ist umgeben
von blassen Ornamenten. Es ist von 2007 und vermutlich damit nicht auf der Höhe
der heutigen Zeit. Allerdings muss ich sagen, dass ich unter meinen ältere
Bücher auch schon ansprechendere Cover gesehen habe. Außerdem sind die
Ausgaben, welche u.a. in Italien und Frankreich erschienen, weit besser und
spannender gestaltet und transportieren die Stimmung des Romans wesentlich
besser, als die deutsche.

Aber lasst euch nicht abschrecken, die Geschichte
ist einfach fantastisch!

Schreibstil

Elantris ist Sandersons Erstlingswerk und das bemerkt man
stellenweise, wenn man seine neueren Werke vorher gelesen hat. Doch aller
Anfang ist schwer und ich muss sagen, ich war von den ersten Seiten an sehr
angetan.
Der Autor nutzt einen Schreibstil, der zum Teil
altertümliche Wortwendungen nutzt, um ein Gefühl des Vergangenen zu erzeugen.
Allerdings kombiniert er es mit moderner Sprache, so dass der Lesefluss sehr
angenehm ist. Er beschreibt die Gegenwartszeit des Romans in schlichter, gut
verständlicher Weise, aber sobald es um die alte Stadt Elantris und ihre Macht
geht, nutzt er geradezu virtuose Beschreibungen. Dieser Unterschied erzeugt das
gewisse Etwas.
Auch bei den Charakteren nutzt der Autor dieses Mittel, um
ihnen mehr Persönlichkeit zu verleihen – Prinz Raoden ist sanft und mitfühlend,
Prinzessin Sarene ist gelangweilt, witzig und hochintelligent, Priester Hrathen
ist berechnend und kalt – um nur einige zu nennen.
Stellenweise geraten die Passagen etwas lang, aber das
störte mich wenig, da ich es mag Randinformationen und Alltag aus fremden
Welten zu erleben.
Sandersons Konstruktion der Welt ist hervorragend und gut
durchdacht, auch seine Charaktere, bei denen jedoch die emotionale Spannung
trotz schöner Chrakteristika ein wenig zu kurz kommt.

Meinung

Wir durchleben an der Seite von Prinz Raoden, der
durch eine magische Krankheit in die gefallene Stadt Elantris geworfen wird, Prinzessin
Sarene
, die versucht in einer Männerwelt zu bestehen und Priester
Hrathen
, der das Land seinem Glauben unterwerfen will, den vielschichten
Alltag in einer fremden Welt, die im Schatten der alten Zeiten versucht ihren
Weg zu finden.

Mit der Zeit wird klar, dass der Frieden zwischen den
Ländern auf sehr wackeligen Beinen steht, denn die Macht von Elantris war das
Einzige, was ihn zusammengehalten hat. Man taucht ein in ein Machtspiel aus
Geld, Religion und Aberglauben.
In der verfallenen Stadt entdeckt Raoden nach und nach, was
es mit der Krankheit auf sich hat und man lernt um die vergangene, ganz
andersartige und recht logische Magie. Sarene kämpft mit ihrer Rolle als Frau,
denn sie wollte Raoden heiraten. Obwohl sie ihn niemals vorher gesehen hatte,
gaben seine Briefe und bildlosen Gespräche über alte magische Kreaturen ihr die
Hoffnung, endlich jemanden gefunden zu haben, der sie so akzeptieren kann, wie
sie ist. Im Glauben er wäre tot, wird sie zum Spielball des Hofstaates. Sie ist
jedoch nicht bereit, sich dem kampflos zu ergeben. Als Hrathen die Macht der
Religion immer erfolgreicher einsetzt, um die Bevölkerung in sein Reich zu integrieren
und sogar die armen Kreaturen in Elantris als Zielscheibe nutzt, lässt sie sich
auf ein gefährliches Spiel ein.
Doch Hrathen hat ebenfalls sein Päckchen zu tragen und man
entwickelt eine gewisse Sympathie für ihn, vor allem als die Handlung eine dramatische
Wendung bekommt.
Ich war angetrieben von den Geschehnissen und unglaublich
ungeduldig, wollte die Protagonisten an liebsten anschreien, weil sie nicht
bemerken, was eigentlich hinter den Kulissen vor sich geht.
Konnte ich in der ersten Hälfte des Buches es noch beiseite
legen, so war mir das in der zweiten unmöglich und ich habe es in einem Rutsch
bis zu Ende gelesen.

Der letzte Teil spielt mit Hoffnung und
Hoffnungslosigkeit und kommt schneller als gedacht allerdings in so einer
epischen Weise, dass ich Gänsehaut bekam.

Fazit

Der Roman „Elantris“ ist sehr gelungen und bietet Liebhabern
von Fantasy mit faszinierend andersartigen Setting außerhalb des
Elfen-Zwerg-Drachen-Bereichs ein sehr unterhaltsames Leseerlebnis.

Die Informationsdichte hätte
es zugelassen, dass ein Folgeband erscheint. Leider gibt es den nicht, also
bleibt nur das eigene Träumen. 😉 
Februar 2018 erscheint
„Elantris“ als Neuauflage im Piperverlag und beinhaltet die zusätzliche
Geschichte „Hoffnung für Elantris“ – ich freue mich schon sehr darauf!

4 von 5 Sternen

 

 
 (Rezension verfasst von Enrico Frehse)