Preis: 13,95€ [D, Taschenbuch] & 3,99€ [ebook]
Seitenanzahl: 369Seiten
Meine Wertung: 5/5
Verlag: Selfpublisher
erschienen: Juni 2019
ISBN: 978-1072358299

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Reziexemplar!

Darum geht’s:

Ein samonisches Raumschiff auf diplomatischer Mission wird abgeschossen und die Rettungskapsel muss auf einem relativ unbekannten Wasserplaneten notlanden.
An Bord: zwei Politiker, die Sprachwissenschaftlerin Rona und der Pilot Morian, der sich von so einem kleinen Absturz nicht den Tag verderben lässt.
Schnell stellt sich jedoch heraus, dass das zauberhafte Wasserparadies ein paar Schattenseiten hat und man verdammt vorsichtig sein muss, wenn man sich ins kühle Nass wagt.
Zudem wird das Notsignal der Kapsel abgeblockt und das obwohl angeblich seit Jahrhunderten keiner mehr auf dem Planeten lebt.
Um das unfreiwillige Exil wieder verlassen zu können – bestenfalls bevor alle verhungert sind – muss die kleine Crew Material und vor allem Informationen finden. D
a kaum Landmasse vorhanden ist, kann die Suche nur in eine Richtung führen: nach unten.

Meine Meinung dazu:

„Das Abyssal“ spielt in der Baryon Galaxie, die mir bereits aus „Die Eintracht“ bekannt ist.
Ich fand es sehr schön, wieder in diese Welt eintauchen zu können und dieses mal einen anderen Standpunkt kennen zu lernen. Vorkenntnisse sind hier nicht erforderlich, aber wer sich schon ein wenig auskennt, wird sicher Freude an den kleinen Erwähnungen der „Eintracht“ und dem neuen Blickwinkel darauf haben.

Der Science Fiction Roman liest sich spannend, die Handlung ist stets nachvollziehbar und auch wenn sie mir gelegentlich ein wenig zu „glatt“ vorkam, gibt es einige schöne Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Einige Situationen sind beklemmend und ein wenig gruselig und meiner Meinung nach es ist der Autorin gut gelungen, diese Atmosphäre einzufangen.

Die gesamte Welt, die die Autorin erschaffen hat, finde ich sehr ansprechend und mir gefällt, wie beim Lesen immer ein paar kleine Informationen hinzu kommen, so dass man sich, ohne überfordert zu werden, schnell ein Bild vom Leben der Samonier machen kann. Im Anhang findet sich ein kleines Glossar, falls man doch einmal einen Begriff vergessen hat. Besonders schön finde ich, dass die innere Logik konsistent ist und dabei auch Kleinigkeiten beachtet werden (z.B.: Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit ein humanoides Wesen x Meter tief tauchen kann?). Dadurch, ebenso wie durch die Verwendung (verständlicher) wissenschaftlicher Fachbegriffe, wird erkennbar, dass die Handlung sorgfältig geplant und durchdacht ist.
Die Umgebung auf dem wunderschönen und zugleich gefährlichen Wasserplaneten ist für meinen Geschmack hervorragend ausgestattet und liefert gerade genug Details um die eigene Vorstellungskraft anzuregen. Flora und Fauna werden lebendig beschrieben, so dass sich beim Lesen herrliche Bilder vorm „inneren Auge“ entwickeln.

H.C. Schneider überzeugt mit ihrem harmonischen Schreibstil auf hohem Sprachniveau.
Sie erzählt aus zwei Perspektiven (Rona und Morian), die sich hervorragend ergänzen und stilistisch nur in zarten Nuancen voneinander abweichen, die die Charakterzüge der jeweils erzählenden Person verdeutlichen. Das macht das Lesen – trotz spannender Handlung – zu einem entspannenden Vergnügen. Die Kapitellänge, etwas worauf ich normalerweise gar nicht achte, ist auffallend gut gewählt und für meinen Geschmack genau richtig. Mit dem ständigen Gefühl „ein Kapitel geht noch“, hatte ich schnell das ganze Buch durch!

Die Figuren sind authentisch, deutlich unterscheidbar und mit kurzen, nachvollziehbaren Hintergrundgeschichten ausgestattet. Keiner ist mir vollkommen sympathisch oder unsympathisch und mir gefällt sehr, wie sich alle durch die erlebten Gefahrensituationen verändern und neue Charakterzüge offenbaren. Auch diese schleichenden Veränderungen stellt die Autorin feinfühlig und ohne Wertung dar, so dass es auf angenehme Weise schwierig ist, die weitere Charakterentwicklung vorherzusehen. Es könnte fast alles passieren und so sorgen nicht nur die äußerem Umstände sondern auch die Interaktionen der Figuren für ein spannendes Leseerlebnis.

Das Ende war anders als ich erwartet hatte und bietet zahlreiche weitere Entfaltungsmöglichkeiten.

Zur Zeit arbeitet die Autorin an einer Fortsetzung, auf die ich schon sehr gespannt bin!

Fazit

Spannendes Science Fiction Abenteuer auf einer geheimnisvollen Wasserwelt. Kann Spuren von Fisch enthalten. 😉

5 von 5 Sternen

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