Preis: 10,00€ [D, Hardcover] & 9,99€ [E-Book]
Seitenanzahl: 64
Meine Wertung: 5/5
Verlag:  Rowohlt
erschienen am: 16.12.2016
ISBN:  978-3498091880

Warum dieses Buch?

Von
Stephen Hawking habe ich schon so einiges gelesen und ich bin immer
wieder erstaunt, wie er es schafft Wissenschaft gleichzeitig interessant
und verständlich rüberzubringen. “Haben schwarze Löcher keine Haare?”
beinhaltet zwei Vorträge, die Professor Hawking letztes Jahr im Rahmen
der Reith Lectures der BBC gehalten hat. Ergänzt werden die Vorträge
durch Erläuterungen von David Shukman, der als Wissenschaftsredakteur
bei BBC News tätig ist. Das klingt doch interessant! 

Der erste Blick

Was
für ein tolles Buch! Winzig klein, aber liebevoll und detailliert
gestaltet mit einem sehr schönen Cover und silbrig-blauem Vorsatzpapier,
das ich stundenlang ansehen könnte. Hier lohnt es sich, die
Hardcover-Ausgabe dem E-book vorzuziehen! Beim Durchblättern entdecke
ich gleich ein paar schlichte Grafiken, die informativ und amüsant
zugleich sind. Viel weiter reicht der erste Blick kaum, denn das
64-Seiten-Büchlein lässt sich hervorragend in “einem Happs” durchlesen.

Schreibstil

Gewohnt
direkt und geradlinig führt Hawking den Leser (oder in diesem Fall auch
den Zuhörer) in die Thematik ein, erklärt Hintergrundwissen, das für
das Verständnis notwendig ist, bleibt dabei aber stets bei einfachen,
verständlichen Formulierungen. Immer wieder ist auch der großartige
Humor des Wissenschaftlers zu erkennen. Davis Shukmans Anmerkungen sind
als solche gekennzeichnet, fügen sich aber nahtlos in Hawkings Text ein.
Sie
dienen meist der kurzen und ebenfalls leicht verständlichen Erklärung
von Fachbegriffen bzw. der eingehenderen Betrachtung eines
Sachverhaltes.

Meinung

“Informativ
und unterhaltsam”, dass ich mit diesen Worten einmal ein
wissenschaftliches Werk beschreiben würde, hätte sich mein jugendliches,
von Naturwissenschaften gelangweilte und überforderte, Schüler-ICH
niemals träumen lassen. Und doch vermag Hawking, was kein Physik- oder
Mathematiklehrer meiner schulischen Laufbahn geschafft hat: Er macht
Wissenschaft für mich interessant. Und mehr noch: Er widerlegt meine
hartnäckige Behauptung, einfach keine Verständnis für solche Dinge zu
haben. Denn was Stephen Hawking in seinen Büchern erklärt, ist immer
noch komplex und kompliziert, aber ich verstehe es (nun ja, das meiste
davon)  und ich finde es schrecklich interessant. So war es nicht
überraschend, dass auch dieses winzige Büchlein mich fesseln konnte und
mich so ausgezeichnet unterhalten hat, wie es mancher Roman nicht
schafft.
Wie
kaum ein anderer kann Hawking komplexe Zusammenhänge einfach erklären
und damit auch Menschen erreichen, die kein Experten auf dem Gebiet
sind.
In
diesem Buch geht es nur um schwarze Löcher, ein Thema, dass mich
fasziniert, seit ich als Kind von Disney’s “Das Schwarze Loch” magisch
angezogen wurde (Wortspiel beabsichtigt ) Hawking präsentiert hier seine
aktuellsten Erkenntnisse und erklärt anschaulich, wie sich das Bild,
das die Wissenschaft von schwarzen Löchern hat, im Laufe der Zeit
verändert hat. Dabei lässt er auch eigene Irrtümer nicht unerwähnt und
schafft es immer wieder, dem Leser ein Schmunzeln zu entlocken.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen und habe sogar einiges dabei gelernt 😉

Fazit

Informativ und unterhaltsam, sehr zu empfehlen!

5 von 5 Sternen

(Rezension verfasst von Monja Stock)

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