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Auf Spurensuche

Hallöchen ihr lieben Leser! 🙂

Heute bin ich wieder voll in meinem Element und zwar in FanFiction-Manier.

Ich liebe diese Art der Spurensuche und ihr habt ja zwischenzeitlich einen kleinen Eindruck bei Ann-Sophie bekommen oder wart bei Silke in einer dystopischen Welt unterwegs und heute gehen wir noch einen Schritt weiter in ein Gefängnis.

Jahaaa, da haben mich meine Mädels einfach mal so mir nichts, dir nichts hingeschickt.
Aber wenn ich ehrlich bin, ich liebe solche Aktionen und hab mich sogar freiwilig gemeldet. (zwinker)

Verrückt???
Ich weiß!
Aber nun zur Einleitung hier mal ein kleines interessantes Zitat für euch aus dem Buch.

»Wenn er sich so gut in der Materie auskennt, wäre er aber doch ein Gewinn für unser Team, oder nicht? Warum also so verhalten?«, wunderte sich Cage. Auch mir war dieser Gedanke bereits gekommen.
»Fachlich bestimmt, aber nicht menschlich. Nolan ist ein sehr spezieller Typ. An Arroganz nicht zu überbieten. Außerdem ist er … anders«, äußerte sich Harris kryptisch.

Damaged: Gefangen

Hier kommt ihr zu meiner Rezi!

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Die Reise geht los!
Zielort: Gefängnis



Ich starte eine Spurensuche, die mich in das berüchtigte Gefängnis „Locked-up“ in Amerika bringt.
Dort soll laut den Gerüchten eine Wahrheit schlummern, die das WDP-Programm der Regierung betrifft.
Interessant, bis auf die Tatsache, dass ich es ja liebe als Reporterin unterwegs zu sein, in dieser dystopischen Welt und unter den Umständen mich dann doch ein kleines bisserl Gänsehaut überzieht.
Aber was soll mich schon schocken, nach dem eiskalten Händchen an Halloween…
Deshalb renne ich gerade durch die Wohnung, bewaffne mich mit meinem Handy, den Mikros und der Zuversicht mehr zu erfahren.
Denn ich liebe es, Sachen auf den Grund zu gehen.
Dazu nehme ich mir ein paar Powerriegel, die ich mir in die Hosentasche stecke und meine Wasserflasche mit.
Jetzt bin ich gerüstet. Den Rucksack noch und ich düse los zu Tom, der mich wieder einmal in die Story bringt. Tom ist übrigens ein total irrer Professor, ich vergleich in gerne mit Doc Brown aus Zurück in die Zukunft.
Zum Glück sind wir da ein eingespieltes Team und für mich als Feentante aus dem Bücherbrunnen sind diese Zeitsprünge immer wieder ein Erlebnis.
Zum Glück bin ich noch nie vor einem fleischfressenden Dino rausgekommen, das wäre nicht witzig … und zwar gar nicht. (Zwinker)

Mein Zeitreise- Plan … oder wie ich mal wieder auf dem Hintern landete!

Hier war ich noch guter Dinge! 😉

Kaum bei Tom angekommen, nachdem ich bei dem Herbstwetter schön nass wurde und mal wieder meinen Schirm vergessen habe, sind wir auch fast startklar.
Tom: „Du bist dir dessen bewusst, dass ich dich in dieser Welt nicht gleich wieder rauziehen kann, wenn du den Notfallknopf drückst?“

Ich schaue ihn an. „Nein, das ist mir neu. Wie darf ich das verstehen? Unser Notfallssytem hat doch bis jetzt in jeder Welt funktioniert.“

Tom: „Ja, aber hier ist durch die Kriegserschütterungen ein Riss im System und deshalb wird es nicht ganz so einfach. Also benimm dich.“

Ich muss lachen. „Ehrlich Tom, ich mich benehmen!? Ich besuche da drüben einen Knast – da sind, glaube ich, eher die, die sich benehmen müssen.“ (zwinker)

Tom: „Na, bei deinem Redefluss tun mir die Insassen jetzt schon leid.“

Ich lache lauter.
Tom: „Okay, bist du bereit?“

Ich nicke.
Und schon geht es los. Ich löse mich in einem Strudel aus Licht auf, das meine Atome zerteilt um sie durch die Zeit und den Raum in die dystopische Welt von Carina Muellers Buch “Damaged: Gefangen”zu bringen, welches als Routenführer ins Programm eingespeist wurde.

Schwupps und ich bin da und lande mit einem lauten Plopp auf meinem Hintern. Die Ankunft muss ich echt noch üben. Bin ja keine zwanzig mehr, schießt es mir durch den Kopf.

Auf Spurensuche



Ich schaue mich um und ein düsterer Himmel umgibt mich. Aber es ist trocken.
Na wenigstens etwas, denke ich. Ich klopfe meine Klamotten ab und sehe mich um. In der Nähe, so ungefähr zwanzig Schritte entfernt, erstreckt sich ein riesiges Mauerkonstrukt mit Sicherheitskameras, Gittern und jede Menge Stacheldrahtzaun.

Alles wirkt grau und unfreundlich.

Die Ankunft!



Das scheint es zu sein. Ich gehe darauf zu. Vor dem Tor straffe ich die Schultern, bevor ich klingele.
„Name und weshalb sind Sie da?“, ertönt es aus der Sprechanlage.
Ich heiße Susanne G. Weber und komme wegen eines Interviews, wie mit Herrn Snider abgesprochen.“

„Einen Moment. Ich kläre die Info mit dem Direktor ab.“

„Okay, ich warte.“

Nach ein paar Sekunden surrt das Tor und öffnet sich. Mit mulmigem Gefühl trete ich ein, worauf sich das Tor direkt wieder schließt. Hinter der Mauer sieht alles noch viel trostloser und karger aus. Wahrlich kein Ort, an dem man gerne bleiben möchte, aber meine Neugier ist stärker. Ein paar Meter entfernt, wartet ein junger, uniformierter Mann auf mich und winkt mich zu sich.
„Kommen sie, bitte“, ruft der Wärter mir zu.
Ich beeile mich und kaum bei ihm angekommen, werde ich mit einem Röntgengerät durchleuchtet.
„Okay, keine Waffen“, stellt er zufrieden fest. „Mikro dürfen Sie behalten. Folgen Sie mir.“
Ich gehe hinter ihm her und wir betreten das Hauptgebäude alias Gefängnis. Durch einen Treppenaufgang kommen wir vom Erdgeschoss in den ersten Stock, wo sich offenbar die Verwaltungsräume befinden. Ich folge ihm weiter, bis wir vor einer großen Holztür stehen.
„Einen Moment“, sagt der Wärter und klopft.
„Herein“, vernehme ich daraufhin eine dunkle sonore Stimme und wir betreten den Raum.
„Herr Snider, die Reporterin, Frau Weber, ist da“, werde ich angekündigt.

Eine interessante Begrüßung!



„Guten Tag, Herr Snider“, grüße ich, trete vor und schüttle seine Hand. Der Mann vor mir ist ein hagerer, älterer Mann mit graumelierten Haaren und einem durchdringenden Blick, wie mir auffällt.

„Guten Tag, Frau Weber, ich hoffe, Sie haben ohne Probleme hergefunden?“, erwidert er und mustert mich ebenfalls eingehend.

„Danke, Herr Snider, ich habe es gleich auf Anhieb gefunden. Nun, da Sie ja schwer beschäftigt sind, bin ich froh, dass Sie mir doch so kurzfristig einen Termin einräumen konnten. Vor dem Interview mit Dr. Nolan würde ich allerdings gerne Ihren Eindruck von ihm, seine Akte und sein bisheriges Verhalten erfahren, wenn das möglich wäre.“

„Das ist durchaus möglich, Frau Weber. Herr Prof. Dr. Dr. Nolan ist ein unheimlich intelligenter Mensch. Eloquent und redegewandt. Nicht unbedingt sympathisch, aber im Gegensatz zu den restlichen Insassen absolut gesellschaftstauglich. Heißt, Sie haben nichts zu befürchten.“ Gleichzeitig gibt er mir die Akte, die ich kurz durchblättere.

„Hier steht gar nichts darüber, warum er inhaftiert wurde“, stelle ich verwundert fest und sehe Herrn Snider fragend an.

„Die Regierung hat eine Sicherheitsverwahrung angeordnet, ohne uns weitere Details zu nennen und daran halten wir uns.“

„Interessiert es Sie denn gar nicht, warum er…“
Doch ich werde harsch unterbrochen.

„Ich habe Ihnen meinen Eindruck und sein bisheriges Verhalten geschildert. Außerdem halten Sie seine Akte in der Hand, die ich Ihnen schon mit viel Wohlwollen ausgehändigt habe.“

„Die Akte ist wertlos“, erwidere ich verärgert.

„Das ist alles, was wir haben.“

„Was ist mit den Gerüchten, dass er…“

„Wir sind ein staatliches Gefängnis. Gerüchte interessieren uns nicht. Nur Fakten“, werde ich erneut unterbrochen.

Uff… Ich frage mich gerade, wie mein Interviewpartner wohl sein wird, wenn dieser selbst so ungehobelte Klotz ihn als unsympathisch empfindet.
„So so, Fakten, die sie selbst nicht kennen“, schnappe ich zurück.

„Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Entweder gehen Sie jetzt Dr. Nolan interviewen, oder Sie verlassen unser Gelände wieder.“

Ich sehe ihm an, dass er sich schwarz darüber ärgert, offenbar selbst keine weiteren Informationen über diesen Nolan zu haben, doch das ist jawohl nicht meine Schuld.
„Ich werde jetzt Dr. Nolan interviewen. Der ist bestimmt redseliger als Sie“, kündige ich an und wende mich zum Gehen.

Herr Snider bricht daraufhin in schallendes Gelächter aus. „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg“, sagt er, worauf sich meine Augen aufgrund des nicht zu überhörenden Sarkasmus zu engen Schlitzen verformen. Vollidiot!
„Ich werde Ihnen noch Thomson (er nickte zu dem Wärter, der mich bereits hergebracht hatte) zur Seite stellen, der Sie nach unten geleitet und Ihnen bei Ihrem Interview und was sie benötigen, unterstützen wird.“

„Danke. Sehr freundlich von Ihnen“, erwiderte ich ironisch, habe aber den Anstand, mich noch vernünftig bei ihm zu verabschieden.
Thomson und ich verlassen daraufhin das Büro und machen uns auf den Weg.


„Nehmen Sie ihm das nicht übel“, sagt Thomson, während wir die Treppe wieder hinabsteigen. „Normalerweise ist Snider echt nett, aber Sie haben mit Nolan einen wunden Punkt bei ihm getroffen.“


„Weiß er wirklich nicht, warum er hier ist?“, frage ich ungläubig nach. Ich hatte das zwar bereits bei dem Gespräch mit Snider vermutet, da er darauf so sensibel reagiert hatte, aber dass ich damit wirklich richtig lag, hätte ich nicht gedacht.

„Nope“, erwidert Thomson kurz.

„Oh, okay“, antworte ich irritiert und werde immer neugieriger. Ich werde diesen Nolan einfach ausquetschen. Der wird schon wissen, warum er hier ist und was er gebraxt hat.
Wir gehen eine weitere Treppe hinunter. Offenbar in eine Art Keller. Die Böden und Wände bestehen alle aus grauem Stein. Alles wirkt wie in einem Horrorfilm und ein beklommenes Gefühl beschleicht mich.

Unten angekommen, gehen wir einen langen, schmalen Flur entlang. Links und rechts vorbei an Gefängniszellen, in denen die Insassen entweder apathisch in der Ecke hocken oder ihre Aggressivität zur Schau stellen, in dem sie Thomson und mich beleidigen, obszöne Gesten in unsere Richtung machen und sich dabei an die Eisenstangen pressen. Einer streckt seinen Arm so weit wie möglich durch das Gitter und versucht nach mit zu greifen.

„Ey, Puppe. Wie wär‘s mit uns beiden? Ich hatte schon lange keinen Frauenbesuch mehr…“, sagt der Kerl, lässt dabei seine Augenbrauen auf und ab wippen und seine Zunge hin und her schnellen, wie die eines Besessenen. Igitt!
Ich merke, wie Thomson seinen Schlagstock umfasst.

„Nein, danke“, erwidere ich angewidert und gehe weiter, da rotzt mir dieses Mistvieh von hinten an die Jacke.
Schlagartig drehe ich mich um. „Tickst du noch sauber?!“, fahre ich ihn an und gehe ein paar Schritte auf ihn zu, doch Thomson zieht mich zurück.

„Das ist hier unten keine gute Idee, Frau Weber.“


Zuerst will ich mich von ihm losmachen. Ich meine, wer bin ich denn, dass ich mich anspucken lassen muss? Doch dann fängt der Insasse wie ein Geistesgestörter an zu Schreien, dass einem angst und bange wird. Ich schlucke. Sowas im Fernsehen zu sehen, ist eine Sache. Aber live? Nicht wirklich schön…

„Entschuldigen Sie bitte den Zwischenfall, aber Ihnen dürfte klar sein, dass wir hier nicht in einem Streichelzoo sind“, sagt Thomson und geht weiter.


Ich nickte und folge ihm. Etwas eingeschüchtert blicke ich mich um. Eigentlich bin ich überhaupt kein Typ, der sich schnell verunsichern lässt, aber wenn ich in die Gesichter der Insassen blicke; in die kalten skrupellosen Augen schaue, wird mir doch zunehmend anders. Zumal ich mich bei jedem frage, was dieser Mensch wohl verbrochen hat, um hier gelandet zu sein. Und gleichzeitig frage ich mich, ob das wirklich so eine gute Idee war, hierher zu kommen und auch noch ein solches Ding (ja, die Wortwahl ist beabsichtigt) interviewen zu wollen.
„Dr. Nolan befindet sich ganz hinten links“, informiert mich Thomson und unterbricht damit meine Gedanken.
Ich stoße einen tiefen Seufzer aus.

„Machen Sie sich keine Gedanken. Prof. Dr. Dr. Nolan ist in meinen Augen zwar der furchteinflößendste von allen, aber er hat Manieren.“ Thomson grinst schief, was ich jedoch nur halbherzig erwiderte. Furchteinflößendste von allen… Was für schöne Aussichten…

Das Interview mit einem unangenehmen Zeitgenossen ….



„Das ist Prof. Dr. Dr. Nolan“, stellt Thomson mir den Insassen aus der letzten Zelle vor, nachdem wir angekommen sind.
Ein älterer Mann mit schlohweißen Haaren und dicker Hornbrille auf der Nase dreht sich zu uns um.

„Guten Tag, Dr. Nolan“, grüße ich und bin überrascht, wie normal er im Gegensatz zu den anderen aussieht.“Sind die sicher, dass der hier richtig ist?”

„Prof. Dr. Dr. Nolan“, werde ich direkt in einem schneidenden Tonfall korrigiert und von oben herab betrachtet. Wow. Snider hatte recht. Der ist echt alles andere als sympathisch. „Was kann ich für Sie tun?“, fragt er dann hochtrabend.

„Erstmal möchte ich mich dafür bedanken, dass Sie dem Interview zugestimmt haben“, erwidere ich.

Nolan lässt ein herablassendes Schnauben hören. „Ihnen dürfte nicht entgangen sein, dass mit diesem sinnlosen Aufenthalt hier meine mehr als kostbare Zeit sowieso schon nutzlos verschwendet wird. Da kommt es auf die paar Minuten mit einer unbedeutenden, zweitklassigen Reporterin auch nicht mehr an.“

Ich knirsche mit den Zähnen, halte mich aber zurück. Schließlich bin ich Profi genug, mich nicht aus der Reserve locken zu lassen.
„Wie ich bereits sagte: Vielen Dank. Darf ich Ihnen dann jetzt ein paar Fragen stellen?“, versuche ich es mit aller Höflichkeit, die ich nach seiner Unverschämtheit noch aufbringen kann.

„Meine Liebe. Sie sehen so aus, als hätten Sie mangels einer vernünftigen Bildung eine Menge Fragen, aber ich will sehen, was ich für Sie tun kann.“

„Haben Sie etwa gerade gesagt, dass ich dumm aussehe?!“, frage ich fassungslos.

„Nehmen Sie das nicht persönlich. Was Intelligenz betrifft, liegt jeder Mensch unter meinem Niveau.“

Mir klappt der Mund auf. Normalerweise bin ich mehr als schlagfertig, aber so ein Typ ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Und in welcher stoischen Überheblichkeit er mit mir spricht… Unglaublich!

„Warum wurden Sie eingebuchtet?“, frage ich geradeheraus. Höflichkeiten oder einen gepflegten Umgangston erspare ich mir an dieser Stelle. Es sieht so aus, als hätte ich das ebenfalls nicht zu erwarten.

Dieser Nolan setzt ein schmieriges Grinsen auf. „Ich mag Menschen, die direkt zur Sache kommen. In Ihrem Fall auch wesentlich effizienter, wenn man bedenkt, was Sie intellektuell noch alles aufzuholen haben. Da wäre Zeitverschwendung schon beinahe ein Verbrechen.“

Ich schnaube empört. „Und? Kriege ich auch eine Antwort?“

„Selbstverständlich, aber was soll ich sagen, meine Liebe? Grenzenlose Überlegenheit schafft nun mal Neider.“

„Sie sind ein ganz schöner Kotzbrocken“, stelle ich laut fest.

„Ich habe schon Schlimmeres gehört…“, entgegnet er und grinst wieder erhaben.

„Geht Ihre Aussage auch ein bisschen genauer?“, hake ich nach, in der Hoffnung, doch noch ein normales Interview mit ihm führen zu können.

„Ich wurde wegen meiner Brillanz weggesperrt“, antwortet er.

Ich verdrehe die Augen. „Wir wäre es mal mit einer klaren Aussage? Haben Sie mir nicht eben noch gesagt, sie seien ein Freund davon, wenn man direkt zur Sache kommt?“

„Was an meiner Aussage haben Sie denn nicht verstanden?“, stellt er als Gegenfrage und sieht mich abfällig an.

Ich seufze, gehe aber auf das Spielchen ein. „Sie sagten, Sie wurden aufgrund Ihrer Brillanz weggesperrt?“, zitiere ich ihn wiederwillig, da ich seine Überheblichkeit eigentlich nicht weiter fördern möchte, aber mir scheint, anders kann man sich mit ihm nicht unterhalten.

„Alles, was der Pöbel nicht versteht, fürchtet er.“

„Und weiter?“

„Somit fürchtet er mich…“

„Und deswegen sitzen Sie im Knast? Weil man Sie nicht versteht? Sie Armer… Sowas hat man aus dem Mund eines Sträflings bestimmt noch nie gehört“, antworte ich sarkastisch.

„Meine Liebe, wie oberflächlich Sie doch sind. Mal abgesehen davon, dass der Pöbel mich tatsächlich nicht versteht, da ich über einen Sprachschatz verfüge, der weit über der Auffassungsgabe der Norm liegt, werde ich aufgrund meiner Intelligenz gefürchtet.“

Thomson, der unser Gespräch bislang stillschweigend beobachtet hat, wirft mir einen mitleidigen Blick zu.

„Ist der immer so?“, frage ich, mittlerweile extrem genervt.

„Wie er leibt und lebt…“

„Hat Snider deswegen gelacht? Weil er wusste, wie das hier ausgeht?“

Thomson nickt mitfühlend. „Sie glauben nicht, was wir schon alles versucht haben, um den Grund seiner Inhaftierung herauszufinden, aber er ist gerissen. Er leiert uns unsere Angebote aus den Rippen und hinterher sind wir doch nicht schlauer.“

Nolan beginnt zu lachen, worauf Thomson ihm einen bösen Blick zuwirft.
„Und die Regierung hat Ihnen auch nichts gesagt?“, frage ich Thomson noch einmal.

„Nein. Ich habe keine Ahnung, wer da wen deckt, aber eine Partei scheint die andere in der Hand zu haben, weswegen sie alle Stillschweigen bewahren. Zuerst war ich erpicht darauf, herauszufinden, was da vor sich geht, aber mittlerweile denke ich, ist die Unwissenheit in diesem Fall besser. Wer weiß, was sich da sonst noch für Abgründe auftun.“

Ich nicke verständnisvoll. „Na fein, dann sind wir hier wohl fertig. Es sei denn, Sie wollen mir doch noch etwas sagen, Herr Nolan?“, wende ich mich noch mal an ihn.

„Prof. Dr. Dr. Nolan“, werdet ich erneut korrigiert.

„Ach, vergessen Sie’s“, fluche ich frustriert und wende mich zum Gehen.

„Ich bringe Sie noch raus“, sagt Thomson und wir beide machen uns auf den Weg.

Nach diesem ungewöhnlichen Ausgnag bin ich auf dem Weg zu dem Punkt meiner Heimkehr Allerdings mit mehr Fragen als vorher.
Was steckt hinter dieser Geheimniskrämerei und vor allem, welchen Nutzen wird daraus gezogen und von wem?
Neugierig, dann bleibt dran. 😉

Übrigens gibt es noch was geniales zu Gewinnen!

Gewinnspielfrage


Was haltet ihr von der Szenerie?

Was denkt ihr versucht Professor Dr. Dr. Nolan zu verstecken???


Um in den Lostopf zu springen, müsst ihr nun einfach die tägliche Gewinnspielfrage beantworten.
Wer nicht unter den jeweiligen Beiträgen kommentieren kann, der darf auch gerne eine Mail an (Bücher aus dem Feenbrunnen) senden.
Mail: admin@buecherausdemfeenbrunnen.de
Betreff: Damaged: Gefangen

Teilnahmeregeln
*Teilnahme am Gewinnspiel ist erst ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis der Eltern
* Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden
* Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht * Keine Haftung für den
Postversand * Versand der Gewinne innerhalb Deutschland
* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
* Bitte darauf achten eine Mail Adresse zu hinterlassen oder sich im Gewinnfall
innerhalb einer Woche zu melden, denn ansonsten verfällt der Gewinn!
* Das Gewinnspiel läuft vom 17. November 2019 – 24. November 2019 um 23:59 Uhr
* Jeder Teilnehmer der auf allen Blogs der Blogtour kommentiert (Frage beantwortet) bekommt für jeden Tag und jeden Blog jeweils 1 Los. ( Bis zu 8 Lose kann man somit bekommen und die Gewinnchance erhöht sich automatisch.)
* Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt am 25. November 2019 bei Bücher aus dem Feenbrunnen im Laufe des
Tages.

Tourplan!

So. 17.11.2019
Einblicke in die Story
Bei Ann-Sophie von Reading is like taking a Journey

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Mo. 18.11.2019
Dystopische Welt und ihre Bewohner
Bei Silke von World of Books and Dreams

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Di. 19.11.2019
Auf Spurensuche
Bei Susanne von Bücher aus dem Feenbrunnen

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Mi. 20.11.2019
Einblicke in das Leben der Kinder
Bei Bianca von Bibilotta

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Do. 21.11.2019
Interview mit Dr. Harris / Cage und auch Alfred.
Bei Michaela von Lesemamas zauberhafte Welt der Bücher

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Fr. 22.11.2019
DNS: Der Schlüssel der Zukunft oder eher Fluch des Lebens?
Bei Astrid von Letannas Bücherblog

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Sa. 23.11.2019
Gespräche mit Insha und Ordaka
Bei Charleen von Charleen’s Traumbibliothek

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So. 24.11.2019
Interview mit Carina Mueller
Bei Teja von Gwynny’s Lesezauber

******

Mo. 25.11.2019
Gewinnerbekanntgabe

Liebe Grüßle Eure Susanne

13 Comments

  1. karin

    19. November 2019 at 6:55

    Hallo liebe Susanne,

    na… Du bist, aber mal wieder ziemlich mutig….wagst Dich als Reporterin in diese Gefängnis und zu diesem Professor Dr. Dr. Nolan.

    Das wäre kein Ort wo ich persönlich gerne mal hin möchte, aber was tuest Du nicht alles für uns Leser..grins..
    Nun Professor Dr. Dr. Nolan ist kein Menschenfreund das steht schon mal fest, für mich so wie er sich benimmt. Ob das etwas mit seinen ganzen Titel zusammenhängt. Ich befürchte mal , da hält man sich schnell für etwas besseres…..

    Irgendwie ist die ganze Szenerie doch auch ziemlich bizzar/eigenartig und höhst merkwürdig. Denn normalerweise lässt sich doch kein Mensch gerne ein-oder wegsperren.
    Und wenn dann versucht er doch durch Aufmerksamkeit/Gnadengesúche die Welt/Richter/Gefängniswächter zu überzeugen, dass das Wegsperren falsch war oder ist.
    Aber hier ist der Mann irgendwie auch noch “stolz ” darauf wie mir scheint…..

    Alles höhst merkwürdig/abartig und auch ziemlich irre für meinen Geschmack und mir fällt zur Zeit keine passende Antwort dazu ein..wo das alles hinführen mag….
    Deshalb bin ich extrem gespannt ..was uns Leser noch alles erwarten wird.

    Danke, liebe Susanne für Deinen Mut und Einsatz im Gefängnis und bei diesem Mann.
    LG..Karin..

    Reply
    • Solara

      19. November 2019 at 7:17

      Guten Morgen liebe Karin,

      ja, der Dr. Dr. Nolan ist schon sehr speziell und ich finde ein ungenießbarer Zeitgenosse, aber auch interessant.

      Interessant aus dem Grund, da ich Neugierig bin was er verheimlicht und vor allem genau die Punkte wo du gerade angesprochen hast.

      Weshalb ist er so Stolz und nicht gebeugt von der Haft?
      Wieso macht er sich keinen Kopf, wie es scheint, um seine Zukunft?
      Was genau hat er alles verbrochen um diese Strafe zu verdienen?

      Es freut mich, dass wir dich Neugierig machen konnten und das es dir gefallen hat.
      Dafür lohnt es sich aus meiner Sicht diese Wagnisse einzugehen.

      Liebe Grüßle sende ich Dir aus Contwig,

      Susanne

      Reply
  2. Sandra Klug

    19. November 2019 at 8:04

    Dr Dr Nolan, puuuuuh nicht nur hast du dich in dieses Gefängnis und zu dem unsympathischen Direktor gewagt, sondern auch zu Mr Überheblich ui ui ui… Super mutig wenn auch am Ende eher frustrierend!
    Aber neugierig hast du mich jetzt schon Mega gemacht!
    Da steckt doch bestimmt die Regierung dahinter, wer weiß was Dr Dr ausgebuddelt hat! Der ist sooo arrogant, dem ist egal in welchem Loch er haust, Hauptsache die da draußen zittern vor ihm, so erscheint es mir, bin nun Mega gespannt was wirklich hinter allem steckt und danke dir ganz herzlich das du uns berichtet hast 💕
    Hab einen schönen Tag

    Reply
    • Solara

      19. November 2019 at 12:11

      Hallöchen liebe Sandra,

      ja, ein Unsympath durch und durch wie es scheint.
      Ja, die Regierung und ihre Geheimnisse sag ich da nur, da muss man tiefer buddeln.
      Viel tiefer. (zwinker)

      Ich wünsche Dir auch einen schönen Tag und sende liebe sonnige Grüßle aus Contwig, Susanne

      Reply
  3. Eugenia Hense

    19. November 2019 at 15:15

    Hallo Susanne
    Erstens ich finde echt mutig von Dir in so ein Ort zu gehen um mit diesen Dr. Dr. Nolan zu Interviewer.
    Ich glaube ich wäre schon beim Eingang stehen geblieben und alles abgesagt.
    Auf Dr. Dr. Nolan muss ich sagen das er mich neugierig gemacht hat vor allem was er angestellt hat und warum er freiwillig sitzt auch wenn er unsympathisch ist.
    Ich würde sagen da steckt die Regierung dahinter. Ich bin gespannt was für ein Geheimnis er hat.
    Und ich finde dein Interview richtig klasse auch wenn er ein arsch war. Der Beitrag denn du geschrieben hast finde ich klasse besonders wie alles aussieht mir kam echt gänsehaut.
    Lg eugenia

    Reply
    • Solara

      19. November 2019 at 16:32

      Hallöchen liebe Eugenia,

      ja, ich liebe den Thrill. 😉
      Ab und an. (zwinker)
      Das freut mich gerade sehr mit der Gänsehaut, den das war meine Absicht, es düster Athmosphärisch zu getalten.

      Ich sende Dir liebe Grüßle aus Contwig, Susanne

      Reply
  4. *HH*

    19. November 2019 at 17:34

    Prof. Dr. Dr. Nolan ist mir sehr unsymphatisch. Er ist so von sich selbst überzeugt und überheblich. Er mag es, andere an der Nase herum zu führen und lange hin zu halten. Naja, er hat ja alle Zeit der Welt. Aber ich denke, Nolan ist so gerissen, dass er selbst im Knast seine Spielchen machen kann und die Welt aus den Angeln heben kann. Da nützt es auch nicht, ihn wegzusperren. Vielleicht ist es auch eine Chance, denn da hat er seine Ruhe. Mir gefällt, dass alles so undurchsichtig und geheimnisvoll rüber kommt. Die Knast-Fotos sind sowas von genial düster, da läuft es einem kalt den Rücken runter. Und die anderen Knastbrüder sind auch Ekelbrocken, mit denen möchte ich keinesfalls in Berührung kommen.
    Aber rätselhaft ist das schon. Das macht es so spannend und mysteriös. Wenn ich ganz weit denke, dann verschwimmt hier das Gut und das Böse. Wer ist wer und was ist was? (mmm, grübel)

    Reply
    • Solara

      20. November 2019 at 14:07

      Hallöcheen liebe *HH*

      ja genau dieses Szenario erwartet einen hier in dieser dystopischen Welt und jede Menge Geheimnisse.

      Ich liebe es ja, bei sowas auf Spurensuche zu gehen, wenn ich auch nicht damit gerechnet hätte, jetzt mit keiner wirklich befriedigenden Antwort gehen zu müssen. Aber ich bleibe am Ball.

      Dieser Dr. Dr. hat mich nicht zum letzten Mal gesehen.
      Muahhahhaaaaaa …
      Ich kann ja da hartnäckig sein.

      Liebe grüßle sende ich Dir, Susanne

      Reply
  5. Angela

    19. November 2019 at 23:00

    Hallo Susanne,

    danke für deinen mutigen Einsatz bei Dr. Dr. Nolan im Gefängnis. <3 <3

    Welch düstere und gruselige Athmosphäre, es ist richtig unheimlich in diesem Gefängnis, ich glaube ich hätte gleich wieder kehrt gemacht.
    Ein aüßerst arroganter und unsympatischer Zeitgenosse dieser Dr. Dr. Nolan.
    Er fühlt sich wirklich allen überlegen, macht er heimlich Tests mit den anderen Gefangenen oder hat er etwas erfunden was der Regierung gefährlich werden kann.?
    Dass er ohne Begründung im Gefängnis ist, ist schon sehr seltsam.
    Ich bin sehr gespannt und neugierig was es mit ihm auf sich hat.

    Liebe Grüße
    Angela

    Reply
    • Solara

      20. November 2019 at 14:09

      Hallöchen Angela,

      ja, ich kenn da nichts. Die Neugier war stärker und ist es noch.
      Da heißt es nur: ATACKEEEEEEEEEEEEEE (zwinker)
      Das freut mich, dass wir dich Neugierig machen konnten.

      Liebe Grüßle sende ich Dir, Susanne

      Reply
  6. Heidi Lelle

    20. November 2019 at 20:36

    Hallo🙂
    Wow war das gruselig mit zu lesen.wie du ins Gefängnis zuerst zum Direktor und dann zu diesem arroganten und hochnäsigen Dr Dr Nolan bist.
    Vielen Dank für deinen Mut und Bereitschaft das Interview zu machen,ich hätte mich das nicht gedraut 😥😨
    Das Szenario ist düster und gruselig im Gefängnis, man will am liebsten gleich abhauen.
    Mmmhhh was dieser Dr Dr Nolan verbiergt ist bestimmt hoch brisant,hab leider keine Idee
    Bin sehr neugierig wie es weitergeht😊
    Lieber Gruß Heidi

    Reply
    • Solara

      21. November 2019 at 8:22

      Hallöchen Heidi,

      das freut mich und ja, ein zwielichtiger Typ der Dr. Dr.

      Ich sende Dir liebe Grüßle aus Contwig, Susanne

      Reply
  7. Apathy

    24. November 2019 at 11:42

    Hallo,
    danke, dass du uns auf deinen Besuch ins Gefängnis mitgenommen hast. Es war schon ganz schön abenteuerlich und auch gruselig. Da kann einem schon ganz schön Unwohl sein.
    Der Prof. Dr. Dr. Nolan (oder wie auch immer) ist ein unliebsamer Zeitgenosse und wahrlich ein richtiger Kotzbrocken. An Arroganz gar nicht zu übertreffen. Ihm scheint es ja zu gefallen, ins Gefängnis gekommen zu sein. Aber wenn er wirklich so intelligent ist, warum ist er überhaupt dort gelandet. Da muss mehr dahinter stecken.
    Aber ich kann mir noch nicht so richtig vorstellen, was das sein könnte.

    LG Apathy

    Reply

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